Sixt und DriveNow mit deutlichen Gewinnen

München – Sixt legt sich nicht mit Donald Trump an. Obwohl schon mehrere Motive mit dem Präsidentschaftskandidaten in der Schublade lägen, zieht Erich Sixt die Ruhe den gewieften Anwälten des Blondschopfs vor. Ruhe ist bei Sixt aber deshalb noch lange nicht eingekehrt.

Als Erich Sixt höchstpersönlich wieder einmal die grandios guten Zahlen seines Geschäfts der versammelten Menge der Anteilseigner präsentiert, schnellt auch die Aktie erneut um gut zwei Prozent nach oben – zwar in einem wohl gesonnenen Umfeld aber der aktuelle Stand der Sixt-Aktie von nahezu 50 Euro spricht für sich.

Auslandsgeschäft sorgt für flotte Fahrt voraus

Speziell im Auslandsgeschäft läuft es rosig für die Orangenen. Erstmal in der Unternehmenshistorie steuert das Ausland mehr zum Umsatz und Gewinn bei als der Heimatmarkt Deutschland. Erich Sixt zeigt sich gewohnt selbstbewusst „Wir haben in der ersten Jahreshälfte eine erfreuliche Geschäftsentwicklung verzeichnet. Sixt wächst im Ausland weiterhin deutlich stärker als die Autovermietbranche insgesamt und gewinnt damit kontinuierlich Marktanteile. Obwohl die Rahmenbedingungen für den Reise- und Touristikverkehr in Europa schwieriger geworden sind, sind wir auch für den weiteren Jahresverlauf zuversichtlich und gehen davon aus, unsere wirtschaftlichen Ziele für 2016 zu erreichen.“ Die steckt der Patriarch aber weiter vorsichtig. Gegenüber dem Handelsblatt gibt er zu, dass sich die gute wirtschaftliche Entwicklung von jetzt auf gleich ändern kann. Man lebe [im Autovermietgeschäft; d.R] von Tag zu Tag.

DriveNow, Leasing und  andere Sparten mit Gewinn

Verlässliches Wirtschaften sieht anders aus, die der harte Wettbewerb mit anderen Autovermietungen zeigt. Dennoch schafft es Sixt, immer mehr Marktanteile zu erobern und zu festigen. Auch die Unternehmenssparten scheinen den Zahlen nach gut aufgestellt. Sixt-Leasing machte zwar weniger Umsatz als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Hier blüht aber das Geschäft mit dem Verkauf von Gebraucht wagen. Auch das Joint-Venture mit BMW, das Carsharing DriveNow wirft mittlerweile zählbare Ergebnisse aus. 650.000 Kunden im In- und Ausland sorgen für Bewegung in den Carsharingflotten – und damit für Umsatz. Im Kerngeschäft laufen bei Sixt in den ersten sechs Monaten 2016 gut 115.900 Autos in der Flotte – das macht 8% mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Gesamtwert der Flotte stieg dabei allerdings nur um 4%, was auf einen höheren Anteil günstigerer Autos schließen lässt. Was Sixt besonders stark da stehen lässt und auch viele Anleger überzeugt, ist die hohe Eigenkapitalquote von 22,6% – was weit über dem Durchschnitt der Branche liegt.

Sixt möchte weiter wachsen. Das zeiht große Investitionen nach sich. Vor diesem Hintergrund blickt Erich Sixt vorsichtig aber optimistisch auf das verbleibende Jahr. Man rechnet in München mit stabilem bis leicht wachsenden Erlösen bis Anfang 2017.

Bild: Sixt

 

 

Ein Kommentar zu “Sixt und DriveNow mit deutlichen Gewinnen

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