Sixt leckt sich durch die Werbung

München – Alice Schwarzer hätte ihre wahre Freude. In der Luft zerreißen könnte die Feministin den aktuellen Werbe-Coup der Autovermietung Sixt. Ein als Sixt-Mitarbeiterin getarntes Model leckt lasziv über die Motorhaube eines Mietwagens. Lecker, sexy, verrucht und ein bisschen pervers.

Aber nicht wirklich weiter schlimm. Wer sein Auto liebt, der schiebt es nicht sprichwörtlich sondern lässt ihm auch Walter Röhrl zufolge eine ordentliche Portion „Liebe“ zukommen – und sei es nur ein Mietwagen.

Sixt bettelt um Shitstorm? Locker bleiben!

Über die Kanäle der sozialen Medien wie Facebook oder Twitter machte Sixt mit kleinen Teasern neugierig. Die hinterlegten Links führten zu einer langen Version des Films, in dem eine junge Dame in Sixt-Rental-Agent-Uniform die Motorhaube eines Mercedes CLA ableckt und liebkost. Nahaufnahmen zeigen erregte Bisse auf die Unterlippe oder einen hochgerutschten Rock. Der Schlafzimmerblick verspricht Bände voll versauter Fantasien. Die Botschaft dahinter: „Auch Frühlingsgefühle? Jetzt ein Cabrio mieten.“ An das Cabrio denkt aber nach dem Spot niemand mehr. Wer Sixt für diese Werbeaktion einen Shitstorm wünscht, hat den Hausstaub diesen Frühling noch nicht vor die Haustür gekehrt. Die Werbewelt hat schon mehr Haut und mehr Sexismus gezeigt – gerade um Autos zu verkaufen. Da braucht sich beim Anblick des Sixt-Clips niemand die Hosen mit der Kneifzange anziehen.

Bild: Sixt via Twitter

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