Sixt gründet eine Fluggesellschaft

München – wer viel unterwegs ist, weiß die Vorteile des Fliegens zu schätzen. Zeitersparnisse, Komfort in der Luft, einmal Abschalten von hektischen Terminen und dem Arbeitsdruck. Erich Sixt liebt das Fliegen. Den Pilotenschein machte er schon im Alter von 26 Jahren.

Der Firmenpatriarch erzählt gerne vom Fliegen. Er spricht gerne häufiger über Abenteuer in den Lüften als übers Autofahren. Für seinen Sohn Alexander bedeuten Autos ebenso nur Zahlen, die durchlaufen. Zusammen mit seinem Vater nutzen sie den Privatjet der Firma für Geschäftsreisen in die USA. Hier sind die Lenker gefragt. Stationen befinden sich im Aufbau, Marktanteile müssen erschlossen werden.

Die Gründung einer kleinen Fluggesellschaft

Auf dem Boden herrscht die Familie Sixt über zehntausende Autos. Für Faszination auf vier Rädern bleibt wenig Zeit. Ständig gibt es Entscheidungen zu treffen, die der Vorstand vor Ort besprechen muss. Dafür steigt Erich Sixt selbst hinter den Steuerknüppel seiner Cessna Citation CJ4 wie die Welt bei Recherchen herausfand. Mit 3.700 km Reichweite schafft das zweistrahlige Flugzeug die Strecke nicht am Stück. In Reykjavik auf Island wird ein Tankstopp eingelegt. Für den Betrieb dieses und eventuell weiterer Flugzeuge hat das Management nun eine eigenständige Fluggesellschaft gegründet. Der Vorstand der Autovermietung Sixt übernimmt nach Informationen der Welt ebenfalls Vorstandsfunktionen der „Sixt Air“. Auf eine weitere Nachfrage der Zeitung bestätigte ein Sprecher, Sixt werde nicht ins Flugzeugvermietgeschäft einsteigen. Die Fluggesellschaft diene allein dem Betrieb des Firmenfliegers und damit internen Zwecken. Die Anschaffung eines Firmenjets ist im Übrigen kein Zeichen von Größenwahn oder dergleichen. Auch andere deutsche Aktienkonzerne unterhalten eigene Flugzeugflotten für ihre Top-Führungsriege. Zeitersparnis und ein gewisses Maß an Komfort wiegen die Kosten auf.

Bild: Textron Aviation

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