Sixt bleibt trotz Corona optimistisch

Sixt scheint der Corona-Krise entgegen des allgemeinen Branchentrends zu trotzen. Die Buchungspreise liegen bei einigen deutschen Stationen aufgrund der startenden Sommerferien auf diesjährigem Rekordhoch (dreistellige Beträge in München für die kleinsten Fahrzeuge). Es gibt auch Zeiträume, in denen sich gar kein Auto mehr buchen lässt, weil die Stationen auf Stop-Sell sind. Das ist zum Glück nicht überall der Fall. Denn Sixt rechnet mit wieder steigender Nachfrage.

Immer kurzfristigere Mieetwagenbuchungen bei Sixt für die Urlaubssaison

Erich Sixt sagte auf der Pressekonferenz: „Bislang liegen wir mit unserer Geschäftsentwicklung im Plan. Entscheidend wird für uns das im Jahresverlauf überlicherweise umsatzstärkste dritte Quartal sein, das aktuell mit Blick auf das noch ungewisse Reiseverhalten der Europäer in diesem Sommer wie auch die weitere Entwicklung der weltweiten Pandemie mit erheblichen Unsicherheiten behaftet ist.“

Entscheidend für die Geschäftsentwicklung wird das Buchungsverhalten der Urlauber sein. Denn aktuell beobachte man ein „äußerst kurzfristiges“ Buchungsverhalten der Kunden. Sie würden die Lage beobachten und erst kurz vor dem geplanten Reiseantritt entscheiden, ob der Urlaub überhauot stattfindet. Auch wird ein Mietwagen dann oft erst vor Ort angemietet. „Eine zweite Welle oder auch ein deutlich von unseren Annahmen abweichendes Reiseverhalten würde unsere Planung für das zweite

Halbjahr entsprechend beeinflussen“, so Erich Sixt weiter.


Sparmaßnahmen bei Flotte, Personal und Sachkosten greifen

Was Stand Ende Juni 2020 wieder optimistischer stimmt, sind die allerorten gelockerten Reisebestimmungen. An die Hygienemaßnmahmen und oftmals noch geltende Abstandsregeln an öffentlichen Plätzen haben sich viele Menschen inzwischen gewöhnt. Selbst im hart getroffenen Nordamerika verzeichnet Sixt wieder steigende Buchungen, auch an Airports, wo keine oder deutlich weniger Flugbewegungen stattfinden.

Trotz der positiven Signale gehen die Zahlenjongleure bei Sixt davon aus, dass das Jahresendergebnis deutlich hinter dem aus 2019 zurückbleibt. Der nun fast drei Monate dauernde Stillstand und die damit verbundenen wirtschaftlichen Unwägbarkeiten erlauben weiterhin keine handfeste Prognose auf das Endergebnis des Geschäftsjahres 2020.

Warum Sixt gut dasteht, lässt sich damit begründen, dass extrem zeitig reagiert wurde. Allein 150 Millionen Euro wurden an Sach- und Personalkosten eingespart. Die Reduzierung der Flotte zählt hier noch nicht mit hinein. Im zweiten Halbjahr 2020 rechnet das Unternehmen damit, dass man nach und nach bis ins Jahr 2021 hinein zu einer gewissen Normalität zurückkehren könne.