Schlechte Zahlen bei Hertz

Berlin – Aktieneigner von Hertz haben es nicht leicht. Das Management korrigierte die Gewinnprognosen zum Teil drastisch nach unten. Die Aktie verlor zeitweise bis zu 50 Prozent im nachbörslichen US-Handel. Grund dafür waren erneut hohe Abschreibungen für die Fahrzeug-Flotte.

Im Detail sind die Zahlen weniger dramatisch als es der Börsenkurs vermuten lässt. Mit 2,54 Milliarden Dollar Gewinn liegt Hertz in einem gesunden Wettbewerb mit anderen Autovermietungen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sank der Umsatz um 1,3 Prozent, wie die sSchweizerHandelszeitung schreibt.

Quartalszahlen von Hertz unter den Erwartungen

Dass der Umsatz nicht dramatisch einbricht schönt nicht den vergleichsweise knappen Gewinn im dritten Quartal 2016. Mit nur 44 Millionen Dollar liegt dieser um 80Prozent niedriger als noch vor einem Jahr. Die Aktie quittierte diese Nachrichten mit einem Minus von bis zu 50 Prozent und schloss bei minus 30 Prozent. Ursprünglich hatte man bei Hertz 2,70 Dollar Gewinn je Aktie prognostiziert. Letztlich liegt er nur bei knapp 50 Cent – viel zu wenig, um den hohen Erwartungen der Investoren Rechnung zu tragen. Als Gegenmaßnahme nannte das Management, weiter Kosten reduzieren zu wollen. Besonders die Flotte kostet insgesamt zu viel, die Abschreibungen für Bestandsfahrzeuge waren mit 462 Millionen Dollar unerwartet hoch.

Bild: Hertz

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