Mietwagen auf Mallorca ab 2030 rein elektrisch?

Palma de Mallorca – Fahren ab 2030 ausschließlich elektrische Mietwagen auf Mallorca? Von 60.000 Mietwagen sind derzeit nur 60 mit einem Elektroantrieb unterwegs. Die Inselregierung will das schrittweise bis zum Jahr 2030 ändern und dafür das Ladesäulennetz ausbauen.

Derzeit gibt es auf Mallorca rund 300 Ladesäulen – vier Schnellladesäulen inklusive. Damit gibt es immer noch keine praxistaugliche Abdeckung mit autotauglichem Strom. Zwar können Urlauber, die auf einer Finka unterkommen, in ihrem Urlaubszuhause laden. Für die meisten Besucher ist das Laden des Mietwagens im Hotel nicht möglich.

Schrittweise Anhebung der Quote für Elektroautos auf Mallorca

Die Umstellung von Mietwagen mit Verbrenner auf lokal emissionsfreie Elektroautos soll sanft aber zielstrebig erfolgen. Bei Mietwagen soll die Quote 2030 bei 100% ankommen. Für privat oder geschäftlich zugelassene Autos sieht die Gesetzgebung einen längeren Zeitraum vor. 2050 soll jedes Auto auf Mallorca elektrisch fahren – auch Bestandsfahrzeuge müssen dann gegen Elektroautos ausgetauscht oder umgebaut sein. Schon ab 2020 soll bei Mietwagen eine Elektroautoquote von 10% greifen, wie ecomento.tv unter Berufung auf die Mallorca-Zeitung schreibt. Jedes Jahr wird die Quote um 10% erhöht bis 2030 nur noch E-Mietwagen über die Insel rollen. 35% der Treibhausgase emittiert der Verkehr – ein ordentlicher Hebel, den Mallorca hier ansetzen will.

Ausbau des Ladesäulen-Netzes gegen Reichweitenangst bei Mietwagen

Die größte Sorge von Elektroauto-Fahrern dreht sich um die Reichweite. Doch schon heute erreichen E-Autos der neuen Generation praxistaugliche 150 Kilometer mit einer Akkuladung – selbst mit hart schuftender Klimaanlage bei 35 Grad-Celsius Außentemperatur. BMW i3, Nissan Leaf, VW e-Golf und andere können Verbrennerautos ihrer Klasse prima ersetzen – vorausgesetzt, Mallorca bekommt mehr Ladesäulen oder andere Lademöglichkeiten an Hotels oder in Parkhäusern. Denn auch bei gesteigerten Reichweiten dauert ein Ladevorgang länger als einfach den Tank wieder aufzufüllen. Die Standzeiten am Strand, an den Sehenswürdigkeiten oder während der Nacht wollen also zum Laden genutzt werden. Ein Umdenken muss stattfinden. Mallorca hat damit schon angefangen.

Bild: Volkswagen

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