Italienische Wettbewerbsbehörde warnt vor Goldcar

Wien – Goldcar hat den Ruf, billig Mietwagen an die Frau und den Mann zu bringen. Doch bei den teilweise (zu) günstigen Konditionen bleibt offenbar so wenig Gewinn übrig, dass die Autovermietung Urlauber mit unlauteren Geschäftspraktiken prellen muss. Ergebnis: Zwei Millionen Euro Geldstrafe.

Die Italienische Wettbwerbsbehörde Autorità Garante della Concorrenza e del Mercato (AGCM) empfiehlt, Goldcar bei der Wahl der Autovermietung für den Urlaub vollständig zu meiden. Der Grund sind unlautere Geschäftspraktiken. Demnach sollen Kunden in unzulässiger Art und Weise Versicherungen mit dem Hinweis verkauft worden seien, sie würden für eventuelle Schäden komplett selbst aufkommen müssen.

Unbegründete Gebühren und unerwartete Abbuchungen

Zusätzlich sei einigen Kunden aufgefallen, dass Goldcar nach den Urlaubsmieten zusätzliche Gebühren von ihren Kreditkarten abgebucht haben soll. Ob berechtigt oder nicht: Goldcar habe einem Artikel von Standard.at zufolge nicht genügend aufgeklärt. Die Ursache für Nachforderungen hat Goldcar nicht ausreichend dargestellt. Kunden war nicht klar, weshalb ihr hinterlegtes Zahlungsmittel nachbelastet wurde. Wegen der Erhebung zusätzlicher Versicherungsgebühren direkt am Mietwagenschalter verhängte die italienische AGCM nun eine Strafe von 1,7 Millionen Euro. Hier wurde den Kunden suggeriert, dass es kein Auto geben würde, wenn nicht ein zusätzliches Versicherungspaket abgeschlossen werden würde – das den Mietpreis oft mehr als verdoppelt hat. Goldcar ist nun angehalten, die unlauteren Geschäftspraktiken einzustellen. Urlaubern kann nur geraten werden, Goldcar vorerst zu meiden bis eine merkliche Verbesserung des Service eingetreten ist.

 Bild: schwerunterwegs

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