Hertz verlässt Russland - Russisch Rückzug

Moskau - Unrentabel, teuer, zu wenige Kunden: Der us-amerikanische Vermiet-Riese Hertz verlässt Russland und hinterlässt eine Lücke im Markt der Autovermietungen. Damit ist Hertz nicht mehr weltweit vertreten. Der zunehmende Druck aus der Carsharingbranche machte dem Franchisenehmer ZAO Richmont Transport Services zu schaffen. 

Mit 20 Stationen und 1.500 Autos war Hertz in Russland vergleichsweise klein. Zuletzt blieb auch die Auslastung dieser schmalen Flotte hinter den Erwartungen zurück. Nur gut 7 Millionen Euro Umsatz bei rund 644 Euro (!) Reingewinn sind nicht die Zahlen, die Hertz in der augenblicklich angespannten Lage weiterhelfen.

Hertz Russland verursacht zu viele Kosten

Der Reingewinn ist im Geschäftjahr 2016 folglich um 60% gesunken - von einem ohnehin nicht besonders anlegerfreundlichen Niveau. Der Grund für den herben Rückgang bei den Mieten und in der Auslastung der Flotte ist im Privatmarkt zu suchen, schreibt das Portal ostexperte.de unter Berufung auf die Nachrichtenagentur RNS.  Während auf der Geschäftskundenseite langsam aber stetig Automieter hinzukamen, brach der Privatsektor um 70% ein. Der Grund für das Wegbleiben privater Automieter ist deren Umsatteln auf Carsharingangebote. Das empfinden viele Nutzer als flexibler und auch günstiger als das recht starre System klassischer Autovermietungen. 1996 eröffnete in Moskau das erste Büro. Nach 21 Jahren ist nun Schluss mit Hertz in Russland.

Bild: Hertz

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