Erich Sixt hält E-Auto-Pläne für „illusorisch“

München – Eigentlich könnte die Elektromobilität mit all ihren Vorteilen die Antwort auf die Frage sein, wie der steigende Energiebedarf und der Individualverkehr unter einen Hut zu bekommen ist. Doch die Skepsis bei den Kunden ist groß, der Mut der Hersteller klein.  

Erich Sixt steht sowohl den Bemühungen der Bundesregierung als auch denen der Hersteller skeptisch gegenüber. Im Gespräch mit dem Hamburger Wirtschaftsmagazin „Bilanz“ sieht Erich Sixt die flächendeckende Elektromobilität und autonom fahrende Autos noch in weiter Ferne.

„Sofern sich der Elektroantrieb überhaupt durchsetzt“

Die Bundesregierung hält nach wie vor am Ziel fest, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen zu wissen. Zwar sind auch Förderprogramme mit Kaufanreizen für die Verbraucher im Gespräch, durchgesetzt wurden sie aber nicht. „Komplett illusorisch“ sei es laut Sixt, an dieser von der Bundesregierung geforderten Anzahl an E-Autos festzuhalten. Sollte sich jedoch der E-Antrieb „wider Erwarten doch durchsetzen“, würde Sixt aber auch solche Autos in die Flotte nehmen.  „Autovermieter verhalten sich opportunistisch. Wir bieten jene Modelle und Antriebe an, die die Kunden nachfragen“ – ein klares Zeichen an die Autoindustrie, dass E-Autos auch im Vermietgeschäft ihren Platz fänden, sollten die Kunden eine entsprechende Nachfrage generieren. Auch die Fortschritte der Autohersteller beim Thema autonomen Fahren sieht Sixt Chancen. Allerdings werde das auch noch eine ganze Weile dauern, bevor autonomes Fahren in großem Stil Wirklichkeit werde.

Bild: BMW

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