Einmal umparken bitte.

New York – Bei Stundenpreisen von mehr als 20 Dollar für ein Parkhaus in Manhattan klingt das Angebot von 5 Dollar je Stunde und maximal 15 Dollar Tagessatz von Luxe fast schon wie ein Schnäppchen. Das dachte auch der Vorstand von Hertz.

50 Millionen Dollar lässt die Autovermietung daher in das Start-Up fließen. Trends sollen nicht verschlafen werden und einmal möchte Hertz auch ganz vorne mit dabei sein. Allem Innovationswillen zum Trotz reagierte die Hertz-Aktie nach zuletzt ungeahnten Höhenflügen sehr Verhalten auf das Investment.

Luxe: Einfaches Prinzip mit großem Vertrauensvorschuss

Doch warum ist Luxe mehr als 50 Millionen Dollar wert? Nicht nur Hertz ging bei den Gründern auf Shoppingtour. Auch andere Investoren ließen schon mehr als 30 Millionen Dollar bei dem Start-Up. Insgesamt mehr als 80 Millionen Euro für einen – salopp ausgedrückt – einfachen Parkservice? Doch Luxe macht einiges anders als „nur“ Valetparking anzubieten. Die entrückten Preise zahlreicher Innenstadtparkhäuser sind selbst gut situierten Autofahrern zu viel. Wer am Ende des Tages 250 Dollar und mehr nur für einen Stellplatz bezahlt, überlegt sich dreimal die Autofahrt in die Stadt. Luxe bietet ein Gesamtpaket. Doch was möchte eine Autovermietung mit einem Valet-Service? Ganz einfach: Kunden der Autovermietung können ihre Autos an beliebiger Stelle abgeben und sind damit unabhängig vom Gang zur Station.

Buchen per Luxe-App, Abholen in echt

Und so funktioniert est: Gebucht wird per App. Am vereinbarten Treffpunkt wartet zur festgelegten Zeit ein Mitarbeiter und nimmt das Auto entgegen. Das wird dann zu einem zentralen Parkplatz von Luxe gebracht. Entweder kann man es dann selbst dort abholen oder man lässt es sich flexibel zur vereinbarten Zeit wieder zu einem Treffpunkt bringen. Sein Auto einem völlig fremden Menschen mit wenig Fahrpraxis zu übergeben erfordert aber jede Menge Vertrauensvorschuss. Immerhin sind die Autos laut Auskunft von Luxe gut versichert. So simpel das Geschäftsmodell klingt, so schwierig scheint der Start zu sein. In Philadelphia und Boston musste Luxe einem Bericht des Portals gründerszene.de zufolge schon wieder die Segel streichen.

Bild: Luxe

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