Die Streiks bei der Bahn finden kein Ende

[Berlin im Mai 2015] Die Bahn geht gut gerüstet in einen neuen Streik. Wie die Lokführergewerkschaft GDL mitteilte, solle die Arbeitsniederlegung dieses Mal unbefristet lange dauern – Momentan gibt es Last-Minute-Gespräche der Verhandlungsparteien.

Ein gewohntes Bild: Leere Bahnsteige und pünktliche Züge. Doch hier meinen wir keine Wunschvorstellung stressgeplagter Bahnfahrer sondern die Situation an den Bahnhöfen während der Streiks der Lokführer. Denn die Bahn geht nach eigenen Angaben gut vorbereitet in den möglicherweise längsten Streik der Unternehmensgeschichte. Die Alternativen zur Bahn dürften sich schon warm laufen – Reisebusse, Autovermieter und Carsharer haben Hochkonjunktur.

Ersatzfahrplan für ein Minimum an Reisesicherheit

Die Bahn wird den Kunden wieder einen Ersatzfahrplan bereit stellen. Sowohl im Nahverkehr als auch auf den Fernreisestrecken kommen die Züge zum Einsatz, die noch fahren können. Heute sollen die ersten Versionen dieses Ersatzfahrplanes veröffentlicht werden. Wer streikbedingt keine Reise antreten kann, kann sich sein Ticket kostenfrei erstatten lassen. Es darf aber auch der nächste – laut Bahn auch „höherwertige“ Zug – genutzt werden. Lediglich einige Sonderangebote und reservierungspflichtige Züge sind von dieser Regelung ausgenommen. Auch bei Zeitkarten wird die Bahn auf die entsprechenden Regional-Verbände verweisen. Wer also Abo-Kunde ist, muss sich direkt an seinen Verkehrsverbund wenden und braucht sich nicht zweimal in wahrscheinlich lange Schlangen stellen

Mietwagen, Carsharing und Fernbusse als Alternative

So schlimm wie bei den ersten Streiks wird das Verkehrschaos dieses Mal wahrscheinlich nicht werden. Pendler und Reisende haben sich an die Arbeitsniederlegungen der Lokführer gewöhnt, der große Aufschrei blieb dieses Mal aus. Grund dafür sind die zahlreichen Alternativen zur Bahn. Zwar haben Taxen, Fernbusse, Carsharingautos und Mietwagen gerade Hochkonjunktur doch bei den Unternehmen herrscht eher Goldgräberstimmung denn Panikmache. Sixt wird Claus Weselsky wieder zum Mitarbeiter des Monats küren, den Titel als Mitarbeiter des Jahres hat er bei vielen Fahrgästen längst inne.

Bild: Bahn

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