Deutsche Bahn nimmt Sixt aufs Korn

München – Da balgen sich die Social-Media-Abteilungen großer Unternehmen mit einem Augenzwinkern und alle finden es witzig. So soll’s sein. Schön, dass es in Zeiten profitorientierter Marktwirtschaft Freiraum für Humor gibt. Bestes Beispiel: Die Deutsche Bahn und Sixt.

„Hier sollte eigentlich ein pünktlicher Zug stehen“ heißt es in einer früheren Anzeige der „orangenen“ Autovermietung. Offenbar saß das tief bei der Bahn. Jetzt kontert der Zugverkehr. Zur Aktion „Autofreier Tag“ ließ sich die Werbeabteilung für die sozialen Medien etwas cleveres einfallen.

Direkte Nachricht an Sixt in bestem Bayrisch

Jo mei. Des sixt heut‘ nur bei uns.“ steht da unter dem daherbrausenden ICE auf natürlioch orangenem Grund – ganz so, als würde Sixt selbst hier Werbung machen. Aber es ist die Deutsche Bahn, die am autofreien Tag mehr Menschen auf die Schiene locken möchte. 320 km/h schnell, mit mehr als 13.000 PS und schon ab 29,- könne man mit der Bahn verreisen. Das schafft Sixt auch ganz locker. Man nehme einfach die schnellsten Autos der Flotte, addiere die PS-Angaben und nehme den günstigsten Mietpreis pro Tag für das kleinste Auto. Und fertig ist der Konter zur Bahn-Werbung. „Geraten Sie nicht unter Zug-Zwang.“ heißt es hier. Denn zum Glück gebe es ja dieses Jahr noch 365 Tage, an denen man guten Gewissens Auto fahren kann ohne den Autofreien Tag zu missachten.

Übrigens: Trotz des autofreien Tages waren alle Berliner Sixt-Stationen nahezu vollständig ausgebucht. Lediglich Luxus- und Sportwagen wären noch buchbar gewesen. Von einem mietwagenfreien Tag kann also nicht die Rede gewesen sein.

Bild: Deutschen Bahn Personenverkehr via Facebook

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