Erneuter Bahnstreik – die Alternativen

Von Mittwoch, 02.00 Uhr bis Donnerstag Abend, 21.00 Uhr legen die Lokführer die Arbeit nieder – die Lokführergewerkschaft GDL hat erneut zum Streik aufgerufen. Der Ersatzfahrplan steht aber bereits, Mietwagen, Carsharing und Taxen stehen als Reisealternativen schon in den Startlöchern.

Reisende der Deutschen Bahn müssen sich abermals auf erhebliche Einschränkungen im Nah- und Fernverkehr einstellen. ICE, InterCity, Regionalexpresszüge und S-Bahnen fallen zum Teil aus. Doch einige Ausweichmöglichkeiten machen das Erreichen des Zieles dennoch möglich.

Der Ersatzfahrplan der Deutschen Bahn

Für etwa ein Drittel der Züge gibt es einen Ersatzfahrplan. Wer hier eine passende Verbindung findet, sollte auch darauf zurück greifen. Denn nach den Erfahrungen der letzten Streiks sind die Züge durch freie Fahrt auf den Strecken meist pünktlich und oft leerer als im regulären Betrieb.

Engpässe bei Mietwagen?

Bei den gängigen Mietwagen-Firmen sind Engpässe zwar möglich, die vergangenen Arbeitsausstände der Zugführer haben aber Lerneffekt gehabt. Die Flotten werden an den Bahnhöfen konzentriert, verfügbare Ressourcen ausgenutzt. Auf Einflottung wartende Fahrzeuge werden mit Kennzeichen versehen und in die Vermietung gegeben. So können alle getätigten Reservierungen bedient werden. Unter Umständen kann es vor Ort sein, dass auf andere Mietwagen-Klassen ausgewichen werden muss, dies sollten aber Einzelfälle bleiben und nicht viel anders ablaufen als im Normalbetrieb.

Carsharing als Pendleralternative

Wer beispielsweise im S-Bahnring von Berlin pendeln muss und auf die S-Bahn angewiesen ist, muss sich auf etliche Einschränkungen einstellen. Einige Linien fahren überhaupt nicht, der Bezirk Spandau ist vorübergehend nicht mehr angeschlossen. DriveNow, Citeecar, Multicity oder car2go können Alternativen sein, die Auslastung der Carsharing-Flotten ist aber naturgemäß höher als üblich, längere Fußwege zu den Autos müssen eventuell in Kauf genommen werden.

Fahrräder, Bus und U-Bahn

Für urbane Streikbetroffene stehen neben S-Bahn und Regionalexpress noch einige andere Möglichkeiten offen. Eine der schnelleren Möglichkeiten im Stadtverkehr ist der Umstieg aufs Fahrrad. U-Bahnen und Busse fahren unverändert und könnten lediglich etwas voller als sonst sein. Der fast regelmäßige Bahnstreik hat den Pendlern eines gelehrt: Mit Gelassenheit kommt man irgendwie ans Ziel, Alternativen gibt es zur Genüge. Wer clever vorausplant, kommt auch nicht zu spät zur Arbeit.

Bild: DB

2 Kommentare zu “Erneuter Bahnstreik – die Alternativen

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