Carsharing-Radar 50|2015: Start für BMW i3 in Wien

+++ DriveNow: Start des BMW i3 in Wien +++ Elektroautos als Chance für’s Carsharing +++ Benzinpreise sinken, Carsharingtarife auch? +++ Regional: E-Carsharing in Mühlheim

Die aktuellen Carsharing-News aus dem In- und Ausland im Detail

DriveNow: Start des BMW i3 in Wien

Nach der umfassenden Einführung in Deutscvhland, kommen nun auch die Wiener in Genuss des vollelektrischen BMW i3. DriveNow schafft zunächst 20 der kompakten Elektrowagen in die Hauptstadt Österreichs. „Wir sind mit DriveNow die ersten, die den Wienerinnen und Wienern elektrisches Carsharing in diesem Maße anbieten“, sagt Robert Kahr, Geschäftsführer DriveNow Österreich gegenüber oekonews.at. „Unsere Kunden fragen uns schon länger nach der Option, auch elektrisch zu fahren. Mit dem BMW i3 holen wir nun ein hoch innovatives, komfortables und nachhaltiges Fahrzeug nach Wien.“ DriveNow verfolgt damit ein erfolgreiches Geschäftsmodell. Denn die Elektroautos würden schon in den bestehenden Städten überdurchschnittlich nachgefragt. Die Auslastung der BMW i3 sei do hoch wie bei den anderen Fahrzeugen mit Verbrenner – und das bei einer deutlich längeren „Ausfallzeit“ durch das Nachladen der Akkus. In Wien kostet der BMW i3 37 Cent in der Minute. Gemeinsam mit der Stadt arbeite man gerade am Ausbau der Ladeinfrastruktur.

Elektroauts als Chance für’s Carsharing

Der Erfolg der Elektroautos bei DriveNow und car2go gibt der Techniologie Recht. Denn im Carsharing funktioniert der lautlose und wartungsarme Antrieb besonders gut. Es werden kurze Strecken zurückgelegt, die motorstrapazierende Kaltlaufphase bei Verbrennern entfällt und die Standzeiten an den Ladesäulen sind einkalkulierbar. Da die Bundesregierung weiter an ihrem Plan festhält, binnen nur vier Jahren eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen zhu haben, müssen weitere Anreize her. Die können nicht nur von der Privatwirtschaft ausgehen sondern müssen auch von Städten und Gemeinden getragen werden. Elekro-Carsharing mit festen Stationen wäre ein Modell für kleine Ortschaften und ein lohnenswerter Zweitwagen-Ersatz für junge Familien. Problematisch sind dabei nicht etwa die immer enger werdenden Straßen sondern eher Ladesäulen, die durch Abwesenheit glänzen. Eine Million Elektroautos sind mit dem aktuellen Netz an Ladepunkten einfach nicht zu machen, wie der hzwei-Blog unter Berufung auf das Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) feststellt. Ein wichtiger Schritt für die Etablierung der Elektromobilität im Carsharing-Dienst wäre die Weiterentwicklung der nutzfreundlichen Bedienung – Smartphonebasierte Mieten bei car2go und DriveNow zeigen, wo die Reise hin gehen könnte.

Benzinpreise sinken, Carsharing-Tarife auch?

Freitag, Feierabend, es geht ins Wochenende. Und was sehen verwunderte Autofahrer-Augen an den Tankstellen letzte Woche? Ein Liter Diesel kostet in Berlin weniger als einen Euro, Benzin ist für weniger als 1,20 Euro den Liter zu haben. Die Kraftstoffkosten – mithin ein großer Teil der laufenden Posten beim Carsharing – fallen immer weiter. Das interessiert zwar die Carsharing-Kunden niocht. Doch Anbieter könnten sparen. Oder die Mehreinnahmen auf direktem Wege als Preissenkungen den Kunden zu Gute kommen lassen. Keine schlechte Idee, findet auch stadtmobil und senkt im Dezember und Januar die Preise für die Fahrtkilometer wie die mrn-news schreiben. Da stadtmobil einer der wenigen großen Anbieter mit einem festen Monatsbeitrag ist, kann man den Service bis zum 23.12. unverbindlich für einen Monat ohne Grundgebühr testen.

Regional: E-Carsharing in Neuenburg

Die Stadtflotte in Neuenburg am Rhein hat einen Renault Zoe im Portfolio. Um seinen Bürgern die grüne Mobilitöt mit einem Elektroauto schmackhaft zu machen, wird ein Zoe aus dem städtischen Fuhrpark abgestellt. Zum einen möchte die Stadt ihr grünes Image weiter Fördern und zum anderen seinen Bürgern den Einstieg in die Elektromobilität möglich machen. Hemmschwellen sollen abgebaut werden. Neben der Anschaffung dreier Elektroautos wurden außerdem zwei Ladesäulen aufgebaut um ein einfaches Aufladen der Akkus zu ermöglichen. Seit dem ersten Dezember läuft das Projekt. Wer den Zoe mieten möchte, braucht allerdings etwas Geduld: 24h Vorrausbuchfrist werden benötigt, wie der Badischen Zeitung zu entnehmen ist. Der Grund dafür? Das Auto muss vollgeladen übergeben und erst einmal von den städtischen Mitarbeitern zur Verfügung gestellt werden. Die Mietpreise sind entweder ganztäglich (30 Euro, 24h) oder dreistündlich (15 Euro) gestaffelt. Das Wochenende kostet günstige 50 Euro. Sogar eine Versicherung ohne Selbstbeteiligung ist inklusive. Wer den Zoe das erste Mal fährt, bekommt eine fachmännische Einweisung. Bei jeder Fahrt sind 50 Euro Kaution zu hinterlegen.

 

Jeden Tag erreichen uns neue Meldungen von Carsharing-Projekten aus der ganzen Welt. Nicht nur Firmen und Start-ups mit dem Schwerpunkt Mobilität, auch Städte, Gemeinden und Privatpersonen stellen Fahrzeuge zum Teilen bereit. Mit dem Carsharing-Radar berichten wir regelmäßig über aktuelle Meldungen der Carsharing-Dienste und die neuen

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Bild: DriveNow

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